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Alt 12.04.2010, 22:57   #1
Nekrataal der 2.
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Post [Report] Metagame DE für Februar und März

Report German Metagame
Mal wieder guckte ich bei MTGTheSource auf die DTB Seite und wunderte mich, warum die letzte Statistik immer noch von August 2009 war. Es war mittlerweile Dezember. Ein wenig verärgert überlegte ich mir, dass das Anfertigen diese Statistik über circa drei Handvoll Turniere doch nicht so aufwändig sei. Nachdem ich dann die zwei folgenden Wochenenden damit zugebracht hatte, in Excel die Daten zu sammeln und zu verrechnen, konnte ich das Ergebnis bei MTGTheSource endlich posten. Nihil Credo der für diese Tätigkeit bei MTGTheSource zuständig ist, nahm das zum Anlass sich endlich aufzuraffen und aktualisierte im Januar die DTB Section bei MTGTheSource. Wir tauschten uns über einige Details der Berechnung aus, da mein selbstgewählter Ansatz von seinem abweichte und daraus erwuchs die Idee das irgendwie Datenbank gestützt zu optimieren.
Die hier veröffentlichten Statistiken basieren auf DeckCheck sowie auf selbst hinzugefügten Turnierdaten, die frei im Internet verfügbar sind. Der Betrachtungszeitraum beträgt Februar und März 2010. Da geplant ist diese Auswertung auf monatlicher Basis anzufertigen werden zukünftige Statistiken z.B. die kommende Anfang Mai mit Betrachtungszeitraum März / April 2010 mit jeweils einem Monat Überlappung ausgeführt um ein gewisse Kontinuität bei hinreichende Größe der Datenbasis zu garantiert. Weitere Details zu den statistischen Auswertungsmethoden findet Ihr weiter unten.
Zu beachten, wie bei jeder Statistik, ist die Grundlage mit der diese erstellt wurde. Generell gehen in die zugrundeliegende Datenbank nur solche Events ein, die im Internet oder bei DeckCheck gemeldet wurden und damit nicht jedes Turnier. Prominentes Beispiel ist Iserlohn, welches für Februar und März keine Listen online gestellt hat. Ich (wir) stehe im Kontakt mit dem Veranstalter, um die Situation zu verbessern.
Bezüglich der Definition, was ein DTB / DTW ist, halte ich (wir) mich an die Definition von MTGTheSource, um hier eine gewisse Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Wem das nichts sagt, den verweise ich gerne auf die weiteren Details zu statistischen Auswertungsmethoden an dieser Stelle weiter unten.

In der Auswertung enthaltene Turniere
  • Legacy Bäckerei Müller 20/02/10
  • LubuLe - Ludwigsburger Legacy 03/2010
  • GPT Madrid 2010 - Nürnberg II / Germany
  • Legacy Bäckerei Müller 27/02/10
  • Nenndorfer Magic Treff - Legacy Turnier 02/2010
  • ASL Legacy Berlin 20.02.10
  • Funtainment Nürnberg Legacy March/10
  • Funtainment Nürnberg Legacy Feb/10
  • Trader Liga Dülmen - Legacy Feb/10
  • Legacy Mannheim 02/10
  • Legacy Kiel 02/10
  • ASL Berlin Legacy 06.02.10
  • Legacy Bäckerei Müller Leverkusen 06/02/10
  • Magickeller Hannover Legacy-Liga 02/2010
  • Legacy Reutlingen 02/10
  • Magickeller Hannover Legacy-Liga 03/2010
  • Legacy in den vier Winden 03/10
  • Hassloch Februar 2010
  • Funtainment Nürnberg Legacy March II/10
  • LubuLe - Ludwigsburger Legacy 04/2010
  • Legacy Bäckerei Müller 20/03/2010
  • Legacy Aschaffenburg 03/10
  • ASL Berlin Legacy 21.03.2010
  • Nenndorfer Magic Treff - Legacy Turnier 03/2010
  • Trader Liga Dülmen - Legacy Mar/10

Total 25 Events

25 Turniere mit 156 gemeldeten Platzierungen sind durchaus eine solide statistische Basis. Man erkennt deutlich den Einflussfaktor ob ein Turnier häufig durchgeführt und auch gemeldet wird (wie z.B. Funtainment Nürnberg oder Legacy Bäckerei Müller Leverkusen). So hat zum Beispiel das wöchentlich veranstaltete und gut dokumentiere Legacy Turnier in der Bäckerei Müller dadurch einen erheblich Einfluss auf das gesamte Metagame während Großveranstaltungen wie Iserlohn aufgrund Ihrer (noch) schlechten Dokumentation keinen Einfluss haben. Ob das letztendlich die Statistik grundsätzlich verändert oder bestätigt, lässt sich nicht sagen. Dem guten Kopfrechner ist aufgefallen, dass die zwei Zahlen am Anfang des Absatzes dividiert nicht 8 Decks pro Turnier ergeben, sondern nur etwas über 6. Das hängt einfach damit zusammen, dass viele kleine Turniere nur eine Top4 berichten und damit die Gesamtanzahl an Decks kleiner ist.
Ohne weitere Umschweife nun zum ersten Chart: Die Häufigkeitsverteilung im deutschen Legacy Meta Februar und März 2010 präsentiert sich wie im unten dargestellten Donut.



Die Grafik veranschaulicht die absolute Häufigkeit mit der die in der Legende genannten Deckarchetypen in den Top 8 bei deutschen Legacy Turnieren unabhängig von deren Teilnehmeranzahl aufgetreten sind. Decks mit einer geringeren Häufigkeit als 5 wurden dabei zur Position „Misc“ zusammengefasst. Die genaue Analyse für die einzelnen Deckarchetypen erfolgt weiter unten in der Vorstellung der Decks To Beat (DTB) und Decks To Watch (DTW) Sektion.
Mit der obigen Statistik gelangt man zu der folgenden Aufteilungen in Spielstrategien. Die Einteilung der verschiedenen Deckarchetypen in die jeweilige Strategie - mit Begründung - könnt Ihr wieter unten einsehen. Man erkennt einen hohen Aggro-Anteil ca. 41% gefolgt von Aggrokontrolle und Kontrolle mit ca. 36% und Combo 20%.



Eine Besonderheit des deutschen Metas sei direkt zu Beginn herausgestellt, da ich es auch noch öfter erwähnen werde: Trotz eines scheinbar hohen Anteils an Aggrodecks floriert Combo bei uns nicht. Dieses hat mit dem hohen Anteil an blau basierter Aggro- und Aggrokontrolle zu tun. Wer Merfolk und Bant Survival eher als AggroControl sieht, für den hier ein leicht veränderter Donut. Man erkennt einen nun fast 50 prozentigen Anteil von Kontrolle und Aggrokontrolle.



Bei der der Betrachtung grosser Turniere, wobei ich aus Gründen des Erhalts der Datenbasis nur grösser 20 Teilnehmer wähle (MTGTheSource Standard ist 33), sieht man, dass in Deutschland gerne zu blau gegriffen wird, wenn man ein grosses Turnier besucht. Während nämlich Bant Aggro und Dreadstill Ihr Position im Chart halten und Bant Survival und Merfolk aufrücken verlieren Aggro Loam und Zoo an Boden. Wirklich nachvollziehbar ist dieses Verhalten nicht, da zumindest Zoo bei grossen Events keine geringeren Chancen aufweisen, wie wir später noch sehen werden. Spekulativ und völlig subjektiv begründet, obsiegt vor einem grösseren Turnier mit erhöhter Konkurrenzsituation und limitierten Gewinnchance in unserem Lande vielleicht einfach das dem Deutschen innenwohnende Sicherheitsbedürfnis, dass man am besten durch mindesten 4 Fow und 3 Daze befriedigt und ggf. durch 4 Pflugscharen abrundet.




Total Performance

Bevor die Analyse der DTB / DTW vorgestellt wird, hier einige einleitende Worte zwecks Interpretationshilfe.
Bei der Auswahl geeigneter Verfahren standen letztendlich zwei konkurrierende gegenüber, die beide legitim in Ihrer Anwendung, aber leicht unterschiedlich in ihrem Ergebnis und in Ihren Besonderheiten sind.
Die Methodik nach dem “Punktvergabeprinzip” (score ranking system) bei der die Decks von Platz 1 bis Platz 8 reziprok zu Ihrer Platzierung Punkte „verdienen“ können (also Platz 1 – 8 Punkte, Platz 2 – 7 Punkte usw.), bevorteilt Top Decks auf der vorderen Plätzen. Im Unterschied dazu geht die auf MTGTheSource zurückzuführende Statistik (MTGTheSource ranking system) prinzipiell von der Anzahl der gespielten Runden aus, was grundsätzlich ein realistischere Ansatz ist als willkürliche Punkte zu verteilen, aber Unterschiede zwischen Platz 1 und Platz 8 stärker nivelliert (Platz 1 bekommt bei einem 33 Mann Turnier mit 5 Runden und ausgespielter Top8 – 8 Punkte für 8 gespielter Runden, Platz 2-4 7 Punkte, 5-8 6 Punkte). Hinzu kommt, dass die Top8 bei vielen deutschen Turnieren nicht ausgespielt werden und somit der Ansatz seinen Realitätsbezug verliert. Der Vergleich beider Verfahren kann ein Indikator sein, welche Decks innerhalb der Top8 eher besser oder schlechter abschneiden. Im Grunde sollten beide Verfahren aber ähnliche DTB/DTW Ergebnisse liefern.
Im Folgenden also die Basiswerte für die Auswertung der Decks To Beats und Decks to Watch anhand beider Bewertungssysteme.

Total performance score ranking system: 661 points in 156 placements:
Points required to become DTB: 41 (6,25%)
Points required to become DTW: 25 (3,75%)




Total performance MTGTheSource ranking system: 1070 points in 156 placements:

Points required to become DTB: 67 (6,25%)
Points required to become DTW: 40 (3,75%)



In and Outs lassen sich dieses Mal noch nicht klar feststellen, da dies ja die erste Analyse dieser Art ist und es noch keinen Bezugpunkt gibt, aber das Canadian Threshold OUT ist, erkennt man auf einen Blick. „The day Canadian Thrash is obsolete will mark the end of an era” möchte ich Nihil Credo von TheSource an dieser Stelle zitieren. Die Anzahl an verwandten Deckarchetypen wie dem 2009 gehypten Team America ist ebenfalls verschwindend gering und Tempo Faeries werden hierzulande kaum gespielt, was im internationalen Vergleich allerdings völlig anders aussieht, aber dazu später mehr.
Zwei weitere Dinge fallen deutlich auf. Combo ist aufgrund des hohen Anteils an Kontrolle und Aggrokontrolle (fast 50%) eher unterrepräsentiert, wie schon zuvor erwähnt. Ein weiterer Faktor dabei ist die im Vergleich zum internationalen Metagame scheinbare „Unbeliebtheit“ reiner Aggrostrategien insbesondere Zoo, die vom Matchup für Combodecks vorteilhaft sind, aber häufig zu Unrecht als stumpf und optionslos gelten, was die Statistik für größere Turniere weiter oben belegt. Als weiteren Grund kann man die hohe Spielfertigkeit anführen, die notwendig ist, um z.B. ein Deck wie ANT überhaupt spielen zu können, was vielleicht einige Teilnehmer, gerade kleinerer Turniere, abschreckt (oder sie versuchen es und schneiden entsprechend schlecht ab). Während ANT also nicht einmal DTW Status erreicht sind andere AggroCombo Decks gar nicht erst gelistet. Ich denke da insbesondere an Reanimator, welches vermutlich an dem allgegenwärtigen Dredgehate im SB leidet. Dredge dagegen floriert, da es kaum Skill benötigt sowie Interaktion ermöglicht also auch dem sicherheitsbewussten Blauspieler große Probleme bereitet. Im Grunde ist das U Matchup ggf. sogar vorteilhafter als gegen Zoo, die sich einfach mal einen eigenen Mann abschießen können um Brücken zu removen. Das Game entscheidet letztendlich der gezogene und verfügbarer SB Hate und das ist relative deckunspezifisch (Crypt, Relic, Ravenous Trap). Weiterhin fällt das gute Abschneiden von Dreadstill auf, was im internationalen Vergleich schon als tot gilt. Hier in Deutschland lebt es noch, was zum einen auf das Schwächeln von Aggro zurückzuführen ist, zum anderen aber auch darauf, dass der Deckarchetype durch spezielle Kartenauswahl dem Tribalmatchup entgegen tritt (s.u.).
Canadian Threshold ist wie erwähnt ziemlich in der Versenkung verschwunden. Dieses ist aber auch international festzustellen. Ich kann nur vermuten, dass die Spieler von einem guten Metadeck auf ein gutes Deck wie Bant umsteigen.


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Geändert von Nekrataal der 2. (15.04.2010 um 15:56 Uhr).
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Alt 12.04.2010, 23:10   #2
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Decks to Beat
Bant Aggro – 101 points in 14 placements
Subsets: Bant Aggro (no CBT) – 7; Bant with CBT – 7 davon NOProg – 4.
Related Archetypes: Bant Survival, Dreadstill, CounterTop: siehe unten: Was wenn CounterTop ein eigener Deckarchetyp wäre?

Das grunderneuerte UGw Threshold mit Hierarchen, Rhox Warmonks und mit oder ohne CB-Topf. Ein flexibler Archetype der je nach Geschmack ohne CB-Topf mehr auf Aggro getrimmt werden kann, mit Rafiq of the Many oder einfach mehr Männern oder dann doch mit Topf, häufig in Tateinheit mit der platzsparenden Zweikarten-Combo Natural Order, Progenitus (NOProg). Neueste Decktech der CB-Topf-losen Varianten ist Sylvian Library oder die Stoneforge Mystic Toolbox. „Bant Aggro is here to stay like Threshold before” habe ich irgendwo bei TheSource gelesen.

Dreadstill – 85 points in 13 placements
Related Archetypes: Bant Aggro with CBT, CounterTop: siehe unten: Was wenn CounterTop ein eigener Deckarchetyp wäre?

In anderen Metagames ist Dreadstill längst gehated durch Pridemages, Grips sowie Merfolk und auch Zoo, welches besonders Postboard ein eher positives Matchup gegen Dreadstill hat. Hauptsächlich in der Ur Variante in Deutschland existent, da dieses gegen die beliebten Tribals (insb. Merfolk) ein besseres Matchup durch optimierte Sideboardoptionen (insb. Firespout) hat. Zusätzlich ist Dreadstill eine gute Wahl, da es ein positives Matchup gegen Bant Listen hat, sofern man Pridemages und Hierarchen unter Kontrolle bekommt. Die Hierarchen vergrätzen einem nämlich sonst den gut funktionierenden Landdestruction Plan spätestens nach dem Sideboarden (Blood Moon, CoW). Das gute Combomatchup trägt sicher auch dazu bei, dass es Combo schwerer hat, als im internationalen Vergleich.
Es sei darauf hingewiesen, dass Marius Hausmann es geschafft hat in Nürnberg zweimal hintereinander sehr gute Resultate mit Ur Dreadstill zu erzielen, was sicherlich einen besonderen Einzelfaktor darstellt, der die Statistik für Dreadstill positiv beeinflusst. Bei der vorliegenden Datenbasis ist es immer noch möglich, dass fähige Piloten Ihrer Petdecks ein wenig anschieben.

Zoo – 83 points in 12 placements
Related Archetypes: Goyfsligh, Domain Zoo, Sligh

Wie schon erwähnt in Deutschland eher unterrepräsentiert aber immer noch DTB. Manchmal habe ich den Eindruck, dass es als „einfaches Treter“ Deck verschrien ist, für das man keinen Skill benötigt. Dabei ist es gerade umgekehrt, denn man muss mit einem Deck voll mit Kreaturen, Removal und Burn, was von eine guten Position auf dem Battlefield abhängig ist, viel mehr Entscheidungen treffen, und den Sieg rechtzeitig nach Hause bringen, bevor der Gegner etwas besseres legt als das, was man für seine meist 1cc Spells bekommt. Aktiv aufzuspielen ist halt schwieriger als nur Goyf legen und mit einem Counter auf der Hand abzuwarten, was der Gegner macht. Das Deck an sich variiert mittlerweile nur in sehr wenigen Maindeck-Optionen und Goyfsligh oder Domain-Zoo sind zumindest in den DE Top8 nicht mehr anzutreffen, von Sligh ganz zu schweigen.

Dredge – 70 points in 10 placements
Omnipräsent und beim Erfolg stark vom Skill des Piloten oder besser der des Gegners abhängig. Natürlich floriert Dredge noch, selbst wenn andere Combodecks längst wegen der FoW-Dichte dahinsiechen, da es nicht darauf angelegt ist, dass der Gegner überhaupt interagiert, es sei denn durch gelegentliche Störfaktoren, die in der Regel zu eine Schrumpfung des eigenen Friedhofs führen. Das Dredgematchup wird entschieden durch den richtigen Hate oder Gegen-Hate aus dem Sideboard zum richtigen Zeitpunkt. Insofern ist Dredge eigentlich ein Deck, was sich aus der normalen Metabetrachtung ausklinkt, da weder die vorherrschende Spielstrategie noch bestimmte Decks eine große Rolle spielen. Lediglich die Menge des in einem Meta existierenden GY-Hates ist entscheidend für den Erfolg oder Misserfolg des Deckarchetypes. Da es zwei grundsätzliche Varianten des Deck gibt, nämlich die klassische und etwas explosivere Liste mit LEDs und die etwas langsamere, dafür konsistentere Liste ohne LEDs sowie Varianten, die Bloodghast / Undiscovered Paradise anstatt oder zusätzlich zu Ichorids spielen hier mal eine Auflistung:
Extra Stats:
LEDless mit Bloodghast und Ichorid - 4
LEDless nur mit Ichorid - 3
LED and Ichorid - 3

Aggro Loam – 68 points in 10 placements
Gerade noch als DTB geht Aggro Loam durch. Die Synergiemaschine kann zumindest auf kleinen und mittleren Turnieren, die die Mehrzahl der hier betrachteten Turniere ausmacht, immer noch Dampf machen. Auf größeren Turnieren, das zeigt auch der internationale Vergleich, geht der Dampf dann schon mal häufiger verfrüht zur Neige. Das Deck ist aus meiner Sicht in einer Umbauphase, da durch den Druck an blauen Kontrollelementen (Spell Snare, FoW) gepaart mit großen grünen Tretern (Tarmogoyf, Knight oft he Relinquary), Karten wie Devastating Dreams oder Burning Wish nicht mehr attraktiv genug sind. Immer häufiger sieht man z.B. den zusätzlichen Weissplash für eben benannten Ritter.


Decks to Watch

Merfolk – 66 points in 10 placements
Subsets: Uw – 1; Ug – 1, Rest Mono U.
Extra Stats: Wasteland in 9, Mishren in 1, immerhin 7 Versionen mit Maindeck Stifle i.d.R 3 Stück

Gerade nicht unter die Decks To Beat geschafft haben es die Fischsuppe mit reichlich Lords. Hier scheinen sich entgegen des Trends im letzten Jahr wieder die Versionen mit Tempoelementen insbesondere Stifle durchgesetzt zu haben.

Goblins – 53 points in 8 placements
Subsets: Rb – 3; Rbg - 5

Die grünen Männer schaffen es immer wieder mal Top8, meist aber in weniger gute Ränge, wenn man mal von dem Sieg von Pascal in Dülmen 03 absieht. Mono Rot scheint dabei nur ein kurzer Hype gewesen zu sein. Alle in Deutschland gespielten und erfolgreichen Listen spielen Schwarzsplash für Warren Weirdings + X; gelegentlich mit zusätzlichem Grünsplash für Sideboardoptionen wie Grips.

Bant Survival – 54 points in 7 placements
In Iserlohn hatte dieses Deck einige grandiose Auftritte und auch ansonsten scheint es zwar seltener die Top8 zu bevölkern, wenn dann aber mit guten Platzierungen. Da die Gesamthäufigkeit mit der ein Deck auf Turnieren gespielt wird nicht bekannt ist, kann ich keine fundierte Aussage über die Siegerqualität machen. Wenn man sich aber mal den Gesamtpreis des Decks vergegenwärtigt und insbesondere das nicht jeder einen Loyal Retainers besitzt (bei der Preisentwicklung siehe unten http://apathyhouse.com/pricelist/pri...iners&x=0&y=0# ), darf man durchaus annehmen, dass das Deck nicht so häufig gespielt wird und daher einfach wirklich sehr gut „performed“.



Andere Archetypen
Elves! hätten es fast in die DTW Abteilung geschafft. Hierbei muss man die Aggro Variante häufig unterstützt von SotF von der Combo Variante mit Nettle Sentinels und Glimpse of Nature unterscheiden. Letztere ist mit Abstand häufiger in den Top8 anzutreffen (von 5 Platzierungen 4). Dieses liegt vermutlich daran, dass obwohl beide Decks ähnliche Spells spielen, die Combovariante nicht nur über Beatdown sondern auch durch die Combo gewinnen kann und so einfach 1-2 Züge schneller einen Sieg einfährt, bevor der Gegner in die Lage versetzt wird, sein Massremoval anzuwenden.

Faeries! Ursprünglich aus Bitterstalker hervorgegangen ersetzt es die Kreaturen von Canadian Threshold durch Bitterblossom, Spellstutter Sprite und Tombstalker. Die Faerie Token blocken entweder endlos oder gehen mit einen Jitte equipped in den Angriff, während Sprites, Counter und jede Menge Removal den Tisch freihalten. Wastelands stören den Gegner zusätzlich im Manabase Aufbau und Tombstalker schließt mit den Lebenspunkten des Gegners endgültig ab. In meinen Testspielen sah das Deck sehr gut auf dem Papier aus, verhielt sich aber sehr störrisch. Gegen Zoo habe ich z.B. gar kein Land gesehen dafür aber in hoher Regelmäßigkeit gegen Bant gewonnen. Bitterblossom rangiert in diesem Deck von absolut traumhaft bis unspielbare äußerst bittere Blüte.

Specials Sektion
Was wäre, wenn es den Deckarchetypen CounterTop gäbe?
CounterTop – 57 points in 10 placements
Subsets: Bant Aggro mit CBT 7, Supreme Blue 3, Baseruption 0, Thopter Foundry 0, Dreaded Fish 1

Die Beliebtheit von CounterTop in Deutschland hat im großen und ganzen abgenommen oder stagniert unter dem zuletzt international gemessenen Niveau (letzte MTGTheSource Stats). Insbesondere Baseruption ist im momentanen Metagame zu langsam und mit einer zu anfälligen Manabase ausgestattet; damit quasi nicht mehr existent. Thopter Foundry, welches aus dem Extended Format inspiriert ist, muss man die Entwicklung weiter beobachten, ob es sich durchsetzen kann. Ohne Dreadstill verliert CounterTop insgesamt seinen DTB Status im deutschen Meta. Mit Dreadstill würde ein solch kombinierter Archetype an erste Stelle stehen, wobei man hier nach dem Sinn eines solchen Deckarchetyps fragen kann. Trotzdem zeigt sich meines Erachtens insgesamt ein Rückgang von CBT zum einen durch den Rückgang von Baseruption zum anderen aber auch aufgrund der wachsenden Beliebtheit von Bant Aggro ohne CBT. In einem schnellen Metagame, dass sich zusätzlich auf CBT eingestellt hat und sich auf weitere Winoptionen stützt, die für gewöhnlich außerhalb der Reichweite von CBT liegen (z.B. Natural Order), ist CBT halt entweder zu langsam und das Board ist schon überladen oder es funktioniert nicht und ein Natural Order resolved halt einfach.

Special stats:
• 66 aller Decks in den Top8 spielten die Karte Tarmogoyf. Das sind 42%
• 23 aller Decks in den Top 8 spielten die Karte Noble Hierach.
• 7 aller Decks in den Top 8 spielten die Karten Natural Order und Progenitus.
• 22 aller Decks in den Top 8 spielten die Karte Life from the Loam.
• 79 aller Decks in den Top 8 spielten die Karte Force of Will. Das sind 50%
• 11 aller Decks in den Top 8 spielten die Karte Survival of the Fittest
• 124 aller Decks spielten Dual Lands in irgendeiner Form.

Decks ohne Dual Lands (bereinigt um suboptimale Decklisten, die mit Ravnica Duals spielten)

Deckarchetype Anzahl
Dredge 10
Merfolk 8
Imperial Painter 3
Spring Tide 2
Elves! 2
Vampires 2
Dragon Stompy 1
Stax 1

Dass dabei zwei der beliebtesten Legacy Einsteiger Decks, nämlich Merfolk und Dredge an der Spitze rangieren, dürfte niemanden überraschen. Beide sind erfolgreich und vom Preis her erschwinglicher als Aggro Loam, Bant Survival oder andere Listen aus den DTB/DTW.

Grün ist die mit Abstand beliebteste Splashfarbe. Die Tabelle unten zeigt das Ergebnis pro Deck bei einer Suche auf Basic Lands plus alle Duals einer Farbe (also für U halt Island, Volcanic, Tropical, Sea und Tundra). Die Gründe dafür liegen sicherlich in einer Kreatur aus dem Time Spiral Block.

W U B R G
247 281 186 226 332

Das deutsche Metagame im internationalen Vergleich
Im Folgenden verwende ich lediglich das MTGTheSource score ranking.
Betrachtet man andere europäische Metagames, insbesondere das spanische, da dort viele Turniere veranstaltet werden, so ist dieses dem internationalen Metagame wesentlich näher gestellt als das deutsche. In Spanien herrschen Aggrodecks (Zoo, Goblins, Merfolk) und die daraus resultieren, aufblühenden Combostrategien (ANT, Reanimator). Faeries sind das bevorzugte Tempodeck, was in Deutschland kaum in Erscheinung tritt. Dreadstill und AggroLoam sucht man vergebens wobei letzteres eher eine Besonderheit des spanischen Metagames zu sein scheint. Dredge ist längst nicht so beliebt wie bei uns.



Schaut man auf das Weltmeta kommen ganze 74 Turniere in Betracht. Man erkennt die Ähnlichkeit zwischen spanischem und Weltmeta mit Ausnahme von AggroLoam. Dredge ist insgesamt auch beliebter als in Spanien.



Legt man die Voraussetzung von MTGTheSource zu Grunde nur Turniere grösser 33 Spieler zur Wertung heranzuziehen, bleiben noch 25 Turniere für eine Auswertung übrig und man gelangt zu folgendem Donut.



Entgegen des deutschen Metagames (und der deutschen Mentalität) ist Zoo hier weiterhin an der Spitze. Darüber hinaus gibt es einige leichte Verschiebungen, so kann ANT in den Rang eines DTB aufsteigen und auch das Feenvolk macht Boden gut. AggroLoam hingegen verschwindet aus dem Decks To Watch Bereich völlig im Legacy Grundrauschen, was hinreichend zeigt, dass es sich auf großen Turnieren anscheinend nicht mehr konstant genug durchsetzen kann.

Das deutsche Metagame für spezielle Lokations
Als Dessert gibt es noch einen Donut mit Zuckerguss aus einer Lokation, die ich seit kurzem häufiger aufsuche. Hier das Metagame der Bäckerei in Leverkusen. Iserlohn wäre auch schön gewesen …



Metagame-Verschiebungen über längere Zeitperioden
Diese Rubrik wird es geben, sobald mehr Daten über längere Zeit vorliegen. Geplant ist nicht nur Veränderungen im gesamten Metagame aufzuzeigen, sondern auch Rise and Fall bestimmter Deckarchetypen zu dokumentieren. Baseruption dun Team America wäre hierzu sicherlich eine schöne Fallstudie geworden. Es gibt in Zukunft aber sicherlich noch weitere passende Kandidaten.

Weitere Planung
Diesen Bericht erstelle ich momentan in Form eines Word Dokumentes, welches dann in die entsprechende Form z.B. HTML oder Forenbeitrag umgewandelt werden kann. Ziel ist es aber, die hier verfügbar gemachten Informationen in Form einer dynamischen Webseite zu gießen, bei denen der Benutzer die Suchkriterien eigenständig formulieren kann und die entsprechenden Resultate enthält. Beispielsweise könnte der Benutzer den Zeitraum, die Lokation, den Deckarchetypen oder die Anzahl Teilnehmer eines Turniers einschränken, um sich eine Auswertung für das Metagame unter diesen Randbedingungen ausgeben zu lassen. Alle hier gemachten Aussagen basieren letztendlich auf Datensätzen in einer Datenbank, die mittels SQL abgefragt wird.


Kill you without trying ... that's accuracy.

Geändert von Nekrataal der 2. (15.04.2010 um 16:15 Uhr).
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Alt 12.04.2010, 23:21   #3
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Appendix für angewandte statistische Methoden

Technische Hintergrund:
Die Anwendung, welche die Grundlage für alle Berichte darstellt, basiert auf einer SQL Datenbank (MySQL) mit normalisiertem Datenbankschema, in der die gesammelten und manuell erfassten Turnierdaten gespeichert sind. Die Ergebnisse in Form von Diagramme und Auswertungen werden durch sogenannte Abfragen in der Datenbankabfragesprache SQL erzielt. Momentan exportiere ich die Ergebnisse manuell als CSV Datei in Excel, um diese dort in der präsentierten Form aufzubereiten. Der Bericht wird dann mit Word erstellt und von dort in das jeweilige Zielformat gebracht.

Begriffsklärung:
Deckarchetype: Die Einteilung in Deckarchetypen ist an DeckCheck angelehnt. Unter einem Deckarchetyp wird also meist eine relative einheitliche Liste an 60 Maindeck und 15 Sideboardkarten verstanden und nicht wie teilweise bei MTGTheSource üblich eine weitere Fassung z.B. in den Archetype Survival unter dem so unterschiedliche Deckarchetypen wie Elven oder auch Bant Survival Platz finden. leider ist die Tabelle aufgrund der POsting-Möglichkeiten etwas verzerrt :/

Deckarchetype Spielstrategie Kommentar
Ad Nauseam Storm Combo
Affinity Aggro
Aggro Loam Aggro
Bant Aggro AggroControl
Bant Survival Aggro Verfügt zwar über Kontrollelemente spielt sich aber wie ein Midrange Aggrodeck mit Toolbox
Baseruption Aggro
Belcher Combo
Boros Deck Wins Aggro
Burn Aggro
Canadian Treshold AggroControl
CounterSliver Aggro
Dark Depths AggroCombo Kein reines Combodeck, da es immer noch mit Kreaturen angreifen muss
Deadguy Ale Aggro
Doran Rock AggroControl
Dragon Stompy Aggro
Dreaded Fish Aggro
Dreadstill Control
Dream Halls Combo
Dredge AggroCombo Kein reines Combodeck, da es immer noch mit Kreaturen angreifen muss
Elves Aggro
Enchantress Control
Epic Painter Control
Eva Green Aggro
Faerie Stompy Aggro
Faeries AggroControl
Fish / Nogoyf Aggro
Full English Breakfast Combo
Goblins Aggro
Imperial Painter AggroCombo Kein reines Combodeck, da es immer noch einen Alternativplan mit Beatdown verfolgt
43 Lands Control
Landstill UR/URw Control
Landstill UWx Control
Life Combo Combo
Loam Control Control
Merfolk Aggro Verfügt zwar über Kontrollelemente spielt sich aber wie ein Aggrodeck
Mono B Suicide Aggro
Mono Black Control Control
Mono Blue Control Control
Naya Aggro Aggro
New Horizons Aggro
Pox Control
R/G Beats Aggro
Rabid Wombat / Quinn Control
Reanimator AggroCombo Kein reines Combodeck, da es immer noch mit Kreaturen angreifen muss
Rogue Unknown
Sligh Aggro
Solidarity Combo
Spring Tide Combo
Stax Control
Supreme Blue AggroControl
Survival Misc Aggro
Team America AggroControl
The Epic Storm Combo
The Fear Control
The Rock AggroControl
Thopter Combo AggroCombo
Threshold UGb Aggro
Threshold UGw Aggro
Threshold/Swans Combo
U/W Control Control
Unsorted CounterTop Control
Vampires Aggro
White Weenie Aggro
Zoo Aggro

Strategie: Jedem Deckarchetypen ist eine Spielstrategie zugeordnet also z.B. dem Deckarchetypen Zoo die Spielstrategie Aggro. Die obige Liste bietet einen Überblick über die derzeitige Einteilung. Einzelne Deckarchetypen besitzen eine Begründung Ihrer Einteilung, falls diese bereits auf zkforum.de diskutiert wurde. Die Spielstrategie Prison wurde explizit nicht eingeführt, da sie einfach zu selten auftritt und geht in Control mit ein. Somit existieren letztendlich neben den drei Basisstrategien Combo, Control und Aggro nur Kombination aus diesen, real allerdings lediglich noch AggroControl und AggroCombo.

Parameter bei der Auswertung:
Zeitliche Einschränkungen (Zeitperiode von / bis): Das eine statistische Auswertung unterschiedliche Ergebnisse erzielt, wenn die betrachtete Zeitperiode wechselt, dürfte jedem einleuchten. Es macht einen Unterschied wenn man sich die Performance bestimmter Decks über einen Monat anschaut oder über ein Jahr. Kurzeitige Schwankungen lassen sich nur über kurze Zeiträume feststellen während langfristige Metagameshift nur über längerer Zeit feststellbar sind. Der hier angenommene Zeitraum von jeweils zwei Monaten überlappend ist imho der minimale Zeitraum, um eine vernünftige Datenbasis zu erhalten aber schon fast der maximale Zeitraum um kurzlebige Trends zu erfassen. Durch die Überlappung wird eine monatliches Reporting ermöglicht was eine gewisse Kontinuität zum vorangegangen Report erzielt.

Anzahl der Turnierteilnehmer (Turniergrösse):
Ein wichtiges Kriterium zur Beurteilung ist die Anzahl der Teilnehmer. Warum? Weil man zu seinem Legacy Testbett im Laden im die Ecke mit 12 Spielern gerne auch mal sein Vampire Deck mit zum Legacy Turnier bringt, was man niemals in Iserlohn spielen würde. Dann gewinnt man auch noch mit dem Deck, weil man in nur 3-4 gespielten Runde ausschließlich gute Matchups hatte. MTGTheSource bezieht aus diesem Grund nur „ernsthafte“ Turniere mit ein, die nach deren Regelung bei 33 Spielern anfängt, um sicherzustellen, dass ein Mindestmaß an Runden gespielt wurde, um Beliebigkeit wie im Beispiel oben auszuschließen. Das „verzerrt“ aber das reale Bild und unterstellt, dass kleinere Turniere nicht kompetitiv genug wären und die Leute tatsächlich mit ihrem Schrott spielen. Schaut man sich aber an, was auf den kleinen Turnieren an Decks gespielt wird, so unterscheidet diese sich nur wenig und es wäre imho falsch diese nicht mit einzubeziehen. Trotzdem mache ich im Report explizit eine Gegenüberstellung, um die beiden Sichtweisen gegenüberzustellen. In der späteren Punkteberechnung wird der Turniergrösse durch einen Gewichtungsfaktor Rechnung getragen.

Geographische Einschränkung (Welt, Land, Lokationmeta): Es dürfte klar sein, dass das Weltmeta und die lokalen Landesmetas voneinander differieren können; ebenso was an einem speziellen Turnierort über die Zeit gespielt wird.
Weitere Kriterien: Gespielte Karten z.B. solche die Archetyp definiert sind wie Counterbalance oder Survival oft he Fittest.

Häufigkeitsverteilung (frequency of occurrence):
Die Häufigkeitsverteilung ist die absolute Anzahl der gespielten Deckarchetypen. Bezogen auf Spielstrategien ist es die absolute Häufigkeiten selbiger bestimmt aus der jeweiligen Häufigkeitsverteilung der Deckarchetypen und der oben dargestellten Zuordnungstabelle.

Ranking Systeme:
Score Ranking System:
Das score ranking system vergibt für die ersten 8 Plätze eines Turniers Punkte von 1 bis 8. Also Platz eins, 8 Punkte usw. bis Platz 8, 1 Punkt. Die Punkteverteilung ist willkürlich und hat keinen direkten Bezug zur Realität. Aufgrund der großen Differenz an Punkten zwischen Platz 1 und 8 kann man an der späteren Gesamtpunkteverteilung für einen Deckarchetype ablesen, ob er generell weiter oben oder eher unten in den Top8 zu finden ist. Das Verfahren berücksichtigt die Größe des Turniers durch einen Gewichtungsfaktor aus der unten dargestellten Tabelle.
Teilnehmer Runden Faktor
8 3 0,5
9 4 0,66
17 5 0,83
33 6 1,00
65 7 1,17
129 8 1,33
227 9 1,50
410 10 1,77

MTGTheSource score ranking:
Das MTGTheSource Ranking vergibt pro gespielter Runde einen Punkt und geht davon aus, dass die Top8 ausgespielt werden, ansonsten wären ja alle Top8 Decks punktgleich. In vielen Ländern trifft das zu, für Deutschland aber z.B. häufig nicht. Insofern ist das Verfahren zwar grundsätzlich realitätsbezogener, bildet diese aber nicht immer vollständig ab. Zwischen dem Deck auf Platz 1 und Platz 8 bestehen bei diesem Verfahren lediglich 2 Punkte Unterschied, was bei ausgespielter Top8 durchaus den gespielten Runden entspricht, aber Unterschiede zwischen erstem und „letztem“ Platz nivelliert.

Beispiele zu beiden Verfahren:
6 Swiss Rounds, 33 Teilnehmer, Faktor für Score Ranking System 1
Platzierung 1 2 3 4 5 6 7 8
MTGTheSource 9 9 8 8 7 7 7 7
Scores 8 7 6 5 4 3 2 1

4 Swiss Rounds, 12 Teilnehmer, Faktor für Score Ranking System 0,66
Platzierung 1 2 3 4 5 6 7 8
MTGTheSource 7 7 6 6 5 5 5 5
Scores 5 5 4 3 3 2 2 1

In beiden Systemen werden die erzielten Gesamtpunkte am Ende addiert und mittels der vordefinierten Grenzen für DTB / DTW abgesteckt.
Definition der DTB / DTW Grenzen:
Diese sind willkürlich und basieren derzeit auf denen von MTGTheSource:
• DTB 6,25%
• DTW 3,75%

Das diese Werte in der Praxis Bestand haben, zeigen die damit erzielten realistischen Ergebnisse.

Punkte und Plazierungen (placements) einzelner Deckarchetypen:
Diese werden in der DTW/DTB Sektion einzeln genannt damit sie in Bezug zu der ermittelt Grenze gesehen werden können. Sind sie weit drüber oder nur knapp? Gab es viele Platzierung oder eher wenige? Aus beiden Informationen lassen sich weitere Schlüsse ziehen. Hier mal die beiden Extrempositionen:

a) Wenige Platzierungen, viele Punkte: Obwohl die Gesamtmenge der Decks an einem Turnier nicht bekannt ist, lässt dieses den Schluss zu, dass das Deck sehr gut performt, aber nicht häufig gespielt wird aufgrund bestimmte Restriktionen. Der negativ Schluss wäre, dass es spezielle Metas gibt, in denen speziell dieses Deck immer wieder ein Firestarter ist, was sich statistisch eigentlich herausmitteln sollte. Es kann aber nicht ganz ausgeschlossen werden
b) Viele Platzierungen, wenige Punkte: Das Deck steht zwar häufig in den Top8, unterperformt dann aber


Kill you without trying ... that's accuracy.

Geändert von Nekrataal der 2. (12.04.2010 um 23:22 Uhr).
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Alt 12.04.2010, 23:28   #4
Pee-Dee-2
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Registriert seit: Jan 2002
Ort: Georgsmarienhütte
Beiträge: 1.759
Ey, Doppel- und gar Tripleposts sind nicht erlaupt... Nein Spaß Super Arbeit, habe ich ja schon gesagt und ich kann nur jedem ans Herz legen, alles zu lesen um das Meta in Deutschland zu vestehen!


Spinat schmeckt dann am Besten, wenn man es kurz vor dem Servieren durch ein Schnitzel ersetzt

7 Bier = 1 Schnitzel
7 Schnitzel =

Nur Wants

Bewertungsthread

Sammlungsauflösung bei MKM

Metagame in Deutschland? Hier
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Alt 13.04.2010, 09:20   #5
Boneshredder
Kreatur - Administrator
 
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Beiträge: 8.624
Wow. :>


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Dein Tauschordner ist zugekleistert mit Crap-Rares, nach denen schon seit Jahr und Tag kein Hahn mehr kräht? Vielleicht hilft Dir ja das hier weiter, um doch noch etwas nützliches daraus zu machen.

"We want people other than Level 3 judges to be able to understand the game."
- Mark Gottlieb, Magic 2010 Rules Changes.
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Alt 13.04.2010, 12:56   #6
Nekrataal der 2.
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Ort: Köln
Beiträge: 1.493
Danke. Aber Tripelpost war notwendig, da ein Beitrag eine maximale Längenbeschränkung hat die ich locker gebrochen habe. Wusste ich aber vorher auch nicht.

Wie gesagt, für Kritik oder andere Interpretationen bin ich sehr dankbar. Wäre super wenn Ihr noch die DTB/DTW hier im Forum entsprechend anpasst. Fehlen da noch Primer? GGf. könnte ich einen beisteuern ... muss mal gucken was fehlt.

Den nächsten Report schreibe ich dann in einen neuen Thread ... ggf. kann man ältere ja dann nach einer gewissen Zeit löschen oder irgendwo in einem Subforum archivieren.


Kill you without trying ... that's accuracy.

Geändert von Nekrataal der 2. (13.04.2010 um 13:00 Uhr).
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Alt 13.04.2010, 19:14   #7
Johnny
Zauberer
 
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Ort: Ludwigsburg
Beiträge: 170
Ja, wirklich viiiiiielen Dank für die Mühen und sehr schöne Ausarbeitung, die Enteilung der Deckarchetypes werde ich für die LubuLe-Reviews genau so übernehmen. Eigentlich schade, dass diese Metagame-Analyse hier so verkommt, mMn sollte man sie noch zumindest auf germagic.de bloggen.


Greetz, Johnny


Johnny aka K1LO, member of Team Super People. Have fun watching TOPFKINO on YouTube!

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Alt 13.04.2010, 20:22   #8
hug77
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Ich habs nicht komplett gelesen, aber eins ist mir sofort aufgefallen: Die Piecharts sind einfach nicht rund! Das kann man bestimmt aufwandsarm beheben...
Ansonsten: Super Sache das!


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Alt 13.04.2010, 22:55   #9
Nekrataal der 2.
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Zitat:
Zitat von hug77 Beitrag anzeigen
Ich habs nicht komplett gelesen, aber eins ist mir sofort aufgefallen: Die Piecharts sind einfach nicht rund! Das kann man bestimmt aufwandsarm beheben...
Ansonsten: Super Sache das!
Hehe danke, aber die Piecharts sind durch die Mircosoftbrille betrachtet schon rund. Nur wenn Du keine Microsoft Brille hast erscheinen Sie Dir irgendwie unrund

Wird sich hoffentlich noch rumsprechen, was es hier so Gutes gibt


Kill you without trying ... that's accuracy.
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Alt 14.04.2010, 08:43   #10
katakis
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W O W !
Super Arbeit. Mich hat vor allem überrascht, dass hierzulande Stormcombo so schlecht abschneidet... Naja, ich spiels trotzdem weiter :P

Ich freu mich schon auf die nächsten Berichte. Ich hoffe es zeigt sich, dass das Meta nicht so random ist, wie es immer dargestellt wird.
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Alt 14.04.2010, 12:21   #11
hug77
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Da wird höchstens ein Kreis draus, wenn man die Abstände zwischen den Fraktionen weglässt. Hast du aber nicht. Besonders bei den großen Posten (~Viertelkreis und mehr) ist es ganz offensichtlich...


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Alt 14.04.2010, 12:42   #12
Nekrataal der 2.
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Zitat:
Zitat von hug77 Beitrag anzeigen
Da wird höchstens ein Kreis draus, wenn man die Abstände zwischen den Fraktionen weglässt. Hast du aber nicht. Besonders bei den großen Posten (~Viertelkreis und mehr) ist es ganz offensichtlich...
Weiss ich doch Aber wenn Du die einzelnen Prozentkuchenstücke herauslöst, was für die Übersichtlichkeit imho von Vorteil ist, macht Excel einfach keinen Kreis mehr draus. Da kann ich leider nichts dran ändern Das Problem liegt vermutlich daran, dass der Radius der Kuchenstücke sich immernoch auf den ursprünglichen, "ungesprengten" Kreisumfang beziehen und nicht auf den neuen Kreisumfang, der sich ergibt, wenn man die bereits herausgelösten Kuchenstücke umschliesst. Daher fällt es bei den kleinen Stücken nicht auf, wohl aber bei den grösseren. Das heisst Deine Vermutung teile ich ich.


Kill you without trying ... that's accuracy.

Geändert von Nekrataal der 2. (14.04.2010 um 12:46 Uhr).
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Alt 14.04.2010, 13:13   #13
hug77
Großmeister
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Benutzerbild von hug77
 
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Ort: Jena
Beiträge: 1.200
Dann sind wir uns je einig. Ich dachte bloß ihr hättet schon was selbst geschrieben (wegen Ziel Datenbank und so). Dass Excel Mist macht wundert mich hingegen kaum...


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Alt 14.04.2010, 13:17   #14
jeanbathez
Zauberer
 
Benutzerbild von jeanbathez
 
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Ort: Leverkusen
Beiträge: 149
Das ist ja wirklich unheimlich gut gemacht und da steckt eine Menge Arbeit drin, Hut ab .

Sehr interessant z.B. unser Meta in Leverkusen, mir war das eine oder andere schon klar, aber daß z.B. Merfolk und Goblins so viel ausmachen, hätte ich nicht gedacht..., muß ich wohl mal stärker berücksichtigen und dann wieder Combo abbekommen ;-)

Geändert von jeanbathez (15.04.2010 um 07:41 Uhr). Grund: Rechtschreibung ;-)
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Alt 14.04.2010, 13:47   #15
Elric
Frischling
 
Registriert seit: Sep 2006
Beiträge: 8
Super Sache das Ganze!

Was mir aber aufgefallen ist, es wird teilweise zu Metaphern gegriffen, die ich in so einem Text doch als recht unpassend empfinde.
zB. "Gerade nicht unter die Decks To Beat geschafft haben es die Fischsuppe mit reichlich Lords."

Naja, schon iwie ein alberner Kritikpunkt. =)
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